Am Wochenende um den 21. und 22. Juli War beim 2. InterRace des Freiburger Motorsport-Clubs im Gewerbepark Breisgau wieder Motorsport pur angesagt. Um die 2000 Zuschauer fanden den Weg auf das FMC Gelände und erlebten zwei Tage mit spannenden Wettkämpfen und viel Raum für Benzingespräche im offenen Fahrerlager. Die Idee des InterRace ist, dem Supermoto Amateur- und Breitensport, der Basis des Supermotosports, eine eigene Plattform zu bieten. Beim ersten InterRace im vergangenen Jahr wurde neben den Supermotos als Probelauf eine kleine Präsentationsfahrt mit historischen Motorrädern ins Programm aufgenommen. Die Resonanz vom Publikum und den Fahrern war durchweg positiv, deshalb wurden dieses Jahr neben drei Supermoto-Klassen auch zwei Klassen für historische Motorräder ausgeschrieben.

Wer im Supermoto vorne mit dabei sein will, muss über ausgezeichnete Allround-Fähigkeiten verfügen. Der Rundkurs besteht zu 70% aus asphaltierter Rennstrecke, auf den restlichen 30% wird offroad gefahren, gespickt mit mehreren Sprüngen und Anliegern. Die speziellen Supermoto Motorräder sind perfekt auf die wechselnden Bedingungen angepasst. Basis ist eine Motocross-Maschine, jedoch mit kleineren, breiten Felgen und straßentauglichen Slick-Reifen bestückt. Fahrwerk und Bremse werden für die extreme Belastung überarbeitet. Die Maschinen leisten teils weit über 60PS bei einem handlichen Fahrzeuggewicht von etwas über 100Kg. Mit Hightech-Kniffen wie bearbeiteten Zylinderköpfen und Nockenwellen, programmierbaren Motorsteuerungen oder elektronischen Schaltautomaten werden der Technik die letzten Reserven entlockt. Viele Zuschauer nutzten die Gelegenheit, die Hightech-Maschinen im Fahrerlager aus nächster Nähe zu analysieren.

Dieses Jahr waren knapp 100 Fahrer aus 3 Nationen am Start und zeigten ihr Können mit atemberaubenden Drifts, extremer Schräglage und Spektakulären Sprüngen. Viele Top-Fahrer waren angereist, um die Strecke als Einstimmung auf das Finale der Deutschen Supermoto-Meisterschaft am 15./16. September, ebenfalls im Gewerbepark in Eschbach, noch einmal unter die Räder zu nehmen. Gestartet wurde in drei international ausgeschriebenen Klassen: Amateure Regional, AMA Trophy Süd (DM) und Open (Cup- und S-Piloten). Während bei den Zeittrainings am Samstag einige Regenschauer die Strecke rutschig werden ließen, konnten die Fahrer am Sonntag zu den Rennläufen bei perfekten Streckenbedingungen und purem Sonnenschein ans absolute Limit gehen. Dem Publikum wurden spannende Rennen mit packenden Zweikämpfen und Überholmanövern sowie eine spektakuläre Flugshow im Offroad geboten. In allen Klassen wurde mit dem Messer zwischen den Zähnen aber immer mit der nötigen Fairness um die Plätze am Treppchen gefightet.

Am Schluss hatte bei den Amateuren Regional in beiden Läufen Beniot Vuilleumier aus Lausanne die Nase vorn. Peter Amann aus Bad Bellingen, schnellster im Zeittraining, konnte sich über zwei zweite Plätze freuen, während Darco Datter aus Lausanne und Michael Leinz aus Obersulm jeweils abwechselnd einmal auf Platz drei und einmal auf Platz vier landeten. Bei der AMA Trophy siegte im ersten Lauf FMC Lokalmatador Johannes Sitterle aus Tunsel vor Florian wimmer aus Affaltrach und Pascal Wurster aus Neuweiler. Im zweiten Lauf lag pascal Wurster vor Marco Ruf aus Zweibrücken und Christian Dohler. Johannes Sitterle kämpfte sich nach einem Sturz noch auf einen respektablen 4. Platz nach vorne. In der Klasse Open stellte der erst 16 Jahre alte Youngster Marc Reiner Schmidt aus Friedrichshafen erneut sein unglaubliches Talent auf dem Motorrad unter Beweis. Nach dem Zeittraining noch auf Position zwei liegend blies er am Sonntag zum Angriff und verwies im ersten Lauf in einem heißen Finale Maxi Niewandowski aus München und Kevin Tschümperlin aus Hinwil knapp auf die Plätze zwei und drei. Im zweiten Lauf setzte er noch einen drauf und fur mit einem deutlichen Abstand von 8 Sekunden vor Tschümperlin und Niewandowski über die ziellinie.

Bei den Oldtimern wurde im Gegensatz zu den Supermotos nicht um Bestzeiten gefahren. Um das wertvolle Material etwas zu schonen, wurde das Rennen als Gleichmäßigkeitsprüfung (Klasse “Regularity”) ausgetragen. Hierbei setzt sich jeder Fahrer selbst mit der gefahrenen Zeit in der ersten Runde nach der Aufwärmrunde die Sollzeit für die kommenden Runden. Abweichungen von der Sollzeit nach oben oder unten werden als Strafsekunden aufaddiert. Der Fahrer mit der geringsten Abweichung von seiner Sollzeit ist Sieger. Die Regularity Klasse wurde nach Hubraum in drei Gruppen unterteilt, R1 bis 250ccm, R2 bis 500ccm, R3 größer 500ccm. Neben der Regularity Klasse wurde die Klasse “Parade” ausgeschrieben, hierbei geht es um die Präsentation von Technik und Fahrtechnik auf der Strecke, es erfolgt jedoch keine Wertung.

Insgesamt waren knapp 50 Starter mit klassischen Motorrädern angetreten. Das Fahrerlager glich einem liebevoll zusammengestellten Motorrad-Museum jedoch mit dem Unterschied, daß die Maschinen nicht nur zu besichtigen waren, sondern auch noch motorsportlich auf der Strecke bewegt wurden. Es gab fast 50 Jahre Motorradgeschichte zu bestaunen. Das älteste Motorrad im Feld war eine Gilera Saturno 500, BJ 1948, gefahren von Udo Tornow aus Bahlingen. Die modernste Maschine im Feld ware eine Honda NSR 250 von 1995, ursprünglich als Production Racer für den Renn-Nachwuchs gebaut, gefahren von Anne Höss aus Bad Liebenzell. Ein weiteres technisches Highlight war die BMW R90 (BJ 1958) des Siegers des 2. Laufs in der R3, Uwe Kaiser aus Bad Säckingen. Die R90 kann durch Steve McLaughlins Sieg in Daytona 1976 als das erste Superbike der Geschichte bezeichnet werden. Ebenfalls aus deutschen landen kommt die 1974er Maico MD250RS von Olaf Kurbjuhn, Sieger 1. Lauf R1. Die kleine Motorradschmiede aus dem schwäbischen Pfäffingen ist eher für ihre Cross-Maschinen bekannt. Mit der MD250 mit auf 250ccm aufgebohrtem 125er Drehschiebermotor wurde auch eine kleine Serie an Pisten-Racern produziert, die zu ihrer Zeit den japanischen zweitaktern das Fürchten lehrten. Zu den Motorrad-Legenden aus Japan gehört die Yamaha TZ350C, eine ehemalige GP Maschine, gefahren von Urban Jussel aus Gossau in der Schweiz. Mit ca. 75PS bei 120Kg Lebendgewicht könnte sie durchaus mit einer aktuellen Supermoto konkurrieren.

Nach den Rennen der Klassiker ergab sich folgendes Klassement: 1. Lauf R1: 1. Olaf Kurbjuhn (Maico MD250), Peter Marquard, Mandy Marquard (beide Yamaha RD250). R2: Thomas Wiedemann (Ducati Desmo 350), Martin Bitzer (Yamaha RD350), Peter Schenk (Yamaha TZ250). R3: Rene Thomas Silveira (Honda CB750), Uwe Kaiser (BMW R90S), Manfred Krauss (Ducati Pantah 750). 2. Lauf R1: Peter Marquard, Olaf Kurbjuhn, Mandy Marquard. R2: Martin Bitzer, Karlheinz Baumeister (Honda 350/4), Franz Heller (BMW R50). R3: Uwe Kaiser, Urban Jussel (Yamaha TZ350C), Patrick Bitzer (Honda CB750).

 

Media:

 

Bericht über das FMC InterRace 2012 bei supermoto.de: Klick

Bericht und Bilder auf www.klassik-motorsport.com: Klick

Bilder in der FMC Galerie: Klick

 

Ergebnisse:

 

 

 

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Nächste Training Sommerzeit 11-17 Uhr

19.6.2021

gelb = Training geplant

grün = Training findet statt

rot = Training abgesagt

Status vom 6.6.2021

Zum Training gilt Anmeldepflicht immer mit Name, Anschrift, Tel.-Nr. und Ankunftszeit bis spätestens Donnerstag 18 Uhr in der jeweiligen Trainingswoche an info@fmcfreiburg.de 

Am 12.6.2021 findet kein Training statt!

Die Enduro Kinder-Schnupperkurse können leider noch nicht stattfinden!


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